Das ist keine Prognose, sondern die aktuelle Lage am deutschen Arbeitsmarkt. Rechnerisch kann mehr als jede dritte Fachkraftstelle nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden. Die Folgen kosten Betriebe Zeit, Aufträge und gute Leute.
487.000
rechnerisch nicht besetzbare Fachkraftstellen.
KOFA / IW Köln, 2024
Fachkräftelücke bis 2027
Der Rückgang ist konjunkturell. Der Trend zeigt nach oben.
Fachkräftelücke in Deutschland
Rechnerisch nicht besetzbare Stellen für qualifizierte Arbeitskräfte. Der Wert für 2027 ist eine Projektion des IW auf Basis der demografischen Entwicklung.
Ungefähre Größenordnung nicht besetzbarer Stellen in stark betroffenen Bereichen.
Handwerkinkl. Bau, Elektro, SHK
~ 108.000
IT & DigitalesInformatik, Mechatronik
~ 106.000
IngenieurberufeBau, Maschinenbau
~ 99.000
Gesundheit & PflegeKranken- und Altenpflege
~ 46.000
Verkauf & HandelFachverkauf
~ 35.000
Werte gerundet, verschiedene amtliche Quellen und Jahre: KOFA/IW Köln 2024, VDI Ingenieurmonitor 2025, IW-Prognose IT 2026. Handwerk: KOFA rund 108.000, ZDH schätzt über 200.000.
Der deutsche Arbeitsmarkt verändert sich grundlegend. Die Babyboomer gehen in Rente, und es kommt nicht genug nach. Das ist keine Krise mit Anfang und Ende, sondern eine demografische Verschiebung über die nächsten zwanzig Jahre.
Wer als Unternehmer heute nur auf den deutschen Bewerbermarkt setzt, kämpft um ein Becken, das jedes Jahr kleiner wird. Die Folge: lange Vakanzen, überlastete Stammteams, verlorene Aufträge.
In Zentralasien sieht es anders aus. Junge, gut ausgebildete Menschen suchen aktiv den Weg nach Deutschland. Sie sind motiviert, lernbereit und bringen Berufserfahrung mit. Was sie brauchen, ist jemand, der die Brücke baut.
Volkswirtschaftliche Kosten
Was der Mangel die Wirtschaft kostet.
Entgangene Wertschöpfung durch Fachkräftemangel
Produktionspotenzial, das der deutschen Wirtschaft jährlich verloren geht, wenn der Fachkräftebedarf nicht gedeckt wird.
Quelle: IW Köln, Kosten des Fachkräftemangels, 2024. Berechnet mit dem Global Economic Model von Oxford Economics.
Was wenn nichts passiert
Die Lage wird nicht besser. Sondern enger.
+ 51 %höhere Mangelkosten bis 2027 (49 auf 74 Mrd.)