Fachkräftemangel in Zahlen

Was fehlende Leute für Betriebe bedeuten: weniger Aufträge, mehr Arbeit für das Team, höhere Kosten. Jede Zahl mit Quelle, Stand Oktober 2026.

Offene Stellen kosten Aufträge

Wer Stellen nicht besetzen kann, lehnt Aufträge ab oder schiebt sie. Den Auftrag bekommt dann ein Betrieb, der genug Leute hat.

Was Betriebe als Folge erwarten

Anteil aller Unternehmen, mehrere Antworten möglich. Im Baugewerbe rechnen 54 % mit weniger Angebot oder verlorenen Aufträgen, im Ausbaugewerbe 58 %.

Zahlen als Tabelle
FolgeAnteil
Steigende Arbeitskosten63 %
Mehr Arbeit für die Belegschaft55 %
Weniger Angebot, abgelehnte oder verlorene Aufträge36 %
Verlust von Wissen im Betrieb23 %
Weniger Innovation und Wettbewerbsfähigkeit22 %

Quelle: DIHK-Fachkräftereport 2025/2026, Umfrage unter rund 22.000 Unternehmen, Herbst 2025

Die Stelle bleibt offen

  • Überstunden und Ausfälle im Team
  • Aufträge ablehnen oder schieben
  • Kunden gehen zur Konkurrenz
  • Wissen geht mit der Rente verloren

Die Stelle ist besetzt

  • Aufträge annehmen und pünktlich liefern
  • Team entlasten
  • Wachstum planen statt Lücken stopfen
  • Wissen an die Neuen weitergeben

Im Bau fehlen besonders viele Leute

Im Tiefbau können fast zwei von drei Betrieben offene Stellen nicht besetzen, im Hochbau mehr als jeder zweite. Jeder dritte Baubetrieb sagt: Das bremst unser Geschäft.

Stellen, die Betriebe nicht besetzen können

Anteil der Unternehmen, die offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen können. Im Bau ist es jeder zweite Betrieb.

Zahlen als Tabelle
BereichAnteil
Tiefbau62 %
Hochbau56 %
Straßengüterverkehr54 %
Gastgewerbe40 %
Alle Branchen36 %

Quelle: DIHK-Fachkräftereport 2025/2026, Umfrage unter rund 22.000 Unternehmen, Herbst 2025

Fachkräftemangel bremst vor allem den Bau

Anteil der Unternehmen, deren Geschäft durch fehlende Fachkräfte behindert wird. Im Bau trifft es jeden dritten Betrieb, trotz schwacher Konjunktur.

Zahlen als Tabelle
BereichAnteil
Bauhauptgewerbe32 %
Dienstleistungen25 %
Handel16 %
Industrie14 %
Alle Unternehmen21 %

Quelle: KfW-ifo-Fachkräftebarometer, Juni 2026, Umfrage April 2026

Die Lücke wird größer

Bis 2036 gehen alle Babyboomer in Rente, und es rücken 4,3 Millionen Menschen weniger nach. Zuwanderung schließt schon heute einen Teil der Lücke.

Bis 2036 fehlen 4,3 Millionen

Bis 2036 gehen alle Babyboomer in Rente. Es rücken deutlich weniger junge Menschen nach.

Zahlen als Tabelle
GruppePersonen
Erreichen bis 2036 das Rentenalter (Babyboomer)14,1 Mio.
Erreichen bis 2036 das Erwerbsalter9,8 Mio.

Quelle: IW-Kurzbericht 39/2026, Institut der deutschen Wirtschaft, Juni 2026

Mehr ausländische Beschäftigte in Engpassberufen

Ihr Anteil an allen Beschäftigten in Engpassberufen hat sich seit 2014 verdoppelt. Ohne Zuwanderung wären die Lücken größer.

Zahlen als Tabelle
JahrAnteil
20147 %
2025rund 14 %

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Presseinformation Nr. 32 vom 2. September 2026

Engpassberufe 2025

Die Bundesagentur für Arbeit prüft jedes Jahr, in welchen Berufen Fachkräfte fehlen. Das Ergebnis für 2025:

157Berufe mit Fachkräfteengpass im Jahr 2025, sechs weniger als 2024.
402.000gemeldete Stellen für Fachkräfte und Spezialisten im Durchschnitt 2025, gerundet.
50 %dieser Stellen entfallen auf Engpassberufe.

Viele Stellen, wenige Suchende

In Engpassberufen ist jede zweite gemeldete Stelle offen, aber nur etwa jede fünfte arbeitslose Fachkraft sucht dort. Anteile 2025.

Zahlen als Tabelle
AnteilWert
Gemeldete Stellen, die auf Engpassberufe entfallen50 %
Arbeitslose Fachkräfte, die einen Engpassberuf suchenrund 20 %

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Presseinformation Nr. 32 vom 2. September 2026

Engpassberufe, in denen wir vermitteln

Die Bundesagentur für Arbeit nennt Bau- und Handwerksberufe, Köche und Berufskraftfahrer ausdrücklich als Engpass. Genau dort suchen wir Leute.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Presseinformation Nr. 32 vom 2. September 2026

Rechnen Sie selbst

Was kostet Sie eine offene Stelle?

Mit Ihren eigenen Zahlen. Voreingestellt ist der Durchschnitt im Bauhauptgewerbe. Tragen Sie Ihren eigenen Umsatz je Mitarbeiter ein, dann stimmt die Rechnung für Ihren Betrieb.

2
6
€
Umsatz, der in dieser Zeit nicht entsteht rund 186.000 €

Jeder weitere Monat kostet rund 31.000 €.

Grobe Rechnung: Umsatz, nicht Gewinn. Voreinstellung: Im Bauhauptgewerbe kamen 2025 auf 922.900 Beschäftigte 171,9 Mrd. € Umsatz, rund 15.500 € je Person und Monat. Eigene Berechnung aus Zahlen der Bauindustrie.

Quellen

Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus diesen Veröffentlichungen. Die Rechnung im Rechner ist eine eigene Berechnung.

  • DIHK-Fachkräftereport 2025/2026Umfrage unter rund 22.000 Unternehmen, Herbst 2025. Offene Stellen nach Branche und erwartete Folgen.dihk.de
  • KfW-ifo-Fachkräftebarometer, Juni 2026Anteil der Unternehmen, deren Geschäft durch fehlende Fachkräfte behindert wird. Umfrage April 2026.kfw.de
  • IW-Kurzbericht 39/2026Institut der deutschen Wirtschaft, Juni 2026. Babyboomer: wer bis 2036 in Rente geht und wer nachrückt.iwkoeln.de
  • Bundesagentur für Arbeit, Presseinformation Nr. 322. September 2026. Engpassberufe 2025, gemeldete Stellen und ausländische Beschäftigte.arbeitsagentur.de
  • Hauptverband der Deutschen BauindustrieBau-Telegramm, Stand März 2026. Umsatz und Beschäftigte im Bauhauptgewerbe 2025, Grundlage für den Rechner.bauindustrie.de
Markus Baus, Inhaber von Baus Vermittlung

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Markus Baus

Inhaber von Baus Vermittlung

BausVermittlung@mail.de0162 4179543

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